Foto von Helmut Ament's Buch

Ich schreibe hier noch einmal einen Post, damit insbesondere nicht in den Kommentaren verloren geht, dass Helmut Ament geliefert hat. Er hat mir zwei Gerichtsdokumente per email übersandt. Falls jemand einen Kommentar zu diesem Post schreiben möchte, dann bitte unter dem Post von Teil 1: „Wer ist eigentlich dieser Helmut Ament“. Dann bleiben die Kommentare zusammen. Die Kommentarfunktion unter diesen Post werde ich schließen.

Helmut Ament hat ein Arresturteil aus dem Jahre 1986 und das Protokoll einer Gerichtsverhandlung mit einem Vergleich zwischen einer Klägerin und Helmut Ament aus den 90ern übermittelt.

Für meinen Post ist nur das Arresturteil relevant.

Das Dokument mit dem Vergleich geht um Helmut Ament und Scientology-Inhalte in von ihm lizensierten Kinderbüchern.
Ein Vergleich ist übrigens keine gerichtliche Feststellung sondern bedeutet, dass sich Kläger und Beklagter in einem Verfahren gütlich geeinigt haben und zwar gerade ohne, dass es zu einer gerichtlichen Feststellung, also zu einem Urteil kommt.

Die eigentliche Sachfrage oder der Streit wird also gar nicht entschieden. Plutusandme hat ein Forum gefunden in dem sich ca. 100 Vertiebspartner von Helmut Aments Horoskop- und Kinderbüchern zusammengefunden haben. Das sieht aus wie ein Selbsthilfeforum von Helmut Ament’s Lizenznehmern. Wer mehr über die Probleme von Ament’s Vertriebspartnern und Lizenznehmer wissen möchte, kann sich dort gerne einlesen. Einfach mal ein bisschen in dem Forum rumklicken.

Hier die Links zu dem Forum, das Plutus gefunden hat:

http://www.razyboard.com/system/morethread-schon-gewusst-rolf_karner-495035-1823344-0.html

http://www.razyboard.com/system/forum-rolf_karner-forum-zu-pegastar-buecher-491677.html

http://www.razyboard.com/system/morethread-pegastar-millionaer-rolf_karner-491713-5171848-0.html

Das Arresturteil aus dem Jahr 1986 fällt zeitlich in die Zeit des von mir zitierten Spiegelartikels. Wie Helmut Ament selbst zutreffend erläutert, geht es bei einem Arrestverfahren nur darum, ob man vorab -bevor das eigentliche Gerichtsverfahren entschieden ist- Gelder des Beklagten einfrieren muss, weil die Gefahr besteht, dass diese Gelder „verschwinden“. Die eigentlichen Vorwürfe gegen den Beklagten werden nicht richtig geprüft.

Helmut Ament hat erklärt, dass das Hauptverfahren -also der eigentliche Streit um die Sache- auch in diesem Verfahren durch einen Vergleich beendet wurde. Es wäre sehr interessant, diesen Vergleich im Wortlaut näher zu betrachten. Leider wurde dieses Dokument gerade NICHT mit übermittelt.

Herr Ament, können Sie hier noch nachbessern? Können Sie mir auch und gerade diesen Vergleich übersenden? Ich werde zudem auch noch die Redaktion des Spiegel anschreiben, um dort zu erfragen, ob dem Spiegel ein Fehler unterlaufen ist.

Am Rande möchte ich noch bemerken, dass die Prozessthematik und das entsprechende Zitat aus dem Spiegel nur ein kleiner Randaspekt meines Artikels über Helmut Ament war.

Mir ist zudem nicht klar, wie viele andere Gerichtsverfahren es um Helmut Ament noch gab. Vielleicht keine, vielleicht viele… Vielleicht bezieht sich der Spiegel auf ein ganz anderes Gerichtsverfahren?

Und ob das bei BEP damals ein Multi-Level-Vertriebssystem oder ein Schneeballsystem war, ist für meinen Artikel und seine Aussage  eigentlich auch egal und soooo weit auseinander sind die beiden Systeme mitunter nicht. Wer ein paar Informationen über Strukturvertreib, also Multi-Level-Vertrieb möchte, kann einfach mal hier bei Wiki schauen.

 

Über den Preis des Newsletters:

Helmut Ament hat mir auch noch eine Frage auf der mmui-Facebook-Seite gestellt:

„Was meinen Sie mit „nicht billig“ Herr (wie ist eigentlich Ihr Name?) Mein Newsletter kostet nur 1 Euro am Tag über 4 Monate… Spezialpreis sogar 99 Euro für die 4 Monate… Sie finden 99 Euro teuer für einen kompletten täglichen Newsletterkurs über 4 Monate? Das habe ich ehrlich noch nie gehört… Teuer ist eben relativ… :-)“

Das stimmt teuer ist relativ. Hier hat mich Helmut Ament nach meiner Meinung gefragt. Ich finde den Newsletter nicht nur teuer, sondern sogar extrem überteuert. Ich meine das nicht polemisch oder böswillig, sondern es ist ganz einfach meine ehrliche Meinung. Wirklich!

Ich habe den Letter testweise abonniert und kann das Produkt daher ein wenig beurteilen. So wie ich das sehe handelt es sich bei dem Success-Coach-Newsletter eigentlich um nichts anderes, als um ein dünnen e-book Ratgeber, welcher inhaltlich mal wieder die für Ament typischen autobiographische Informationen beinhaltet und ansonsten übliche Allerweltsweisheiten enthält, welche man in jedem anderen Buch aus diesem Genre auch findet.

„Persönliche“, auf den Leser zugeschnittene Inhalte habe ich nicht gefunden. Das dünne ebook wird dann einfach in 100 Teile zerlegt und nicht als Ganzes verschickt sondern eben täglich und häppchenweise als Newsletter.

Man soll pro Tag ca. 1 € bezahlen, also mehr als 100 € (!!!) für ein recht dünnes e-book und so einiges an Werbung, die dann noch gleich mitgeliefert wird. Für ein dünnes ebook, häppchenweise als Newsletter verschickt, finde ich das nicht nur teuer, sondern SÜNDHAFT teuer!!!

Wenn man denn auf derartige Literatur steht und inhaltlich etwas in der Richtung unbedingt haben will, sollte man sich nach meiner Ansicht besser z.B. das Buch „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo holen. Da kriegt man wie ich finde in etwa das Gleiche (ab 7,95 € bei Amazon; gebraucht sogar ab 2,50 €) und hat sogar ein richtiges Buch, welches man sich in den Schrank stellen kann und bekommt sogar am Ende eines jeden Kapitels viel konkretere Umsetzungstipps und Handlungsempfehlungen als bei den Ament Newslettern.

Man kann dann bei Bodo einfach auch jeden Tag ein Kapitel lesen. Oder man kauft sich einfach das Buch „Coach Dich selbst, sonst coacht Dich keiner“. Da hat man dann sogar die 101 kurzen Kapitel, von denen man jeden Tag eins lesen und umsetzen kann. Der Ament ebook newsletter ist 12 bis 15 mal so teuer und man bekommt dafür nur ein paar vergängliche Daten und Werbung. Inhaltlich ist was ich von Ament in der Testphase gesehen- und auch sonst gelesen habe nach meinem Empfinden sogar viel schlechter als die beiden oben erwähnten Bücher. Zudem sind die Newsletter eben noch vollgestopft mit Werbung für andere Produkte und Kurse von Ament und seinen „Kollegen“.

Bucht man den Newsletterkurs nicht kostenpflichtig weiter, bekommt man ab dann wirklich jeden Tag Werbung. Zunächst für einen Horoskop-shop, dann eine Webmasterausbildung, Seminare, etc….

Aber Helmut Ament, verstehen Sie die obigen Ausführungen nicht falsch und sehen Sie das nicht zu negativ. Sie haben meine Meinung erfragt und hier ist die Anwort.

Sie verkaufen ein –aus meiner Sicht- sehr bescheidenes Produkt für ein Höllengeld und werden oder bleiben dadurch reich.

Aus Marketingsicht ist das eine überaus anerkennswerte Leistung. Zudem nutzen Sie Ihren Newsletter um Werbung für viele weitere Produkte wie Ihren Astro-Shop oder die Webmasterausbildung und Ihre Seminare und so zu machen, um hier auch noch einmal so richtig Kohle abzugreifen. Und Ihre Leser bezahlen Sie sogar noch dafür, dass Sie ihnen Werbung schicken und wieder und wieder werblich auf sie einwirken können, bis sie vielleicht anbeissen. Jeder Hardcore-Vertriebler würde Ihnen applaudieren…Standing Ovations… wirklich! Auf diesem Gebiete kann man Ihnen absolut nichts vormachen. Da haben Sie sich viel know how und ein gutes System aufgebaut und dies meine ich weder ironisch noch sarkastisch.

Wie ‚Unknown‘ schon sagte, die Spiegel-Sache ist ein persönliches Ding, die jeder mit sich selbst ausmachen muss. Da bin ich nicht Ihr Richter, aber ich persönlich würde so ein Modell nicht aufziehen.

Ich möchte aber auch klarstellen, dass sich dieser Blog dem Thema „Finanzielle Freiheit“ gewidmet hat. Ich und viele meiner Leser lieben dieses Thema und wir haben ein ausgesprochen positives Verhältnis zu Geld und zu Finanzthemen. Das hier ist kein Links-Alternativer-Piratenblog (by the way, auch hiergegen habe ich nichts) und neidisch ist hier bestimmt keiner.

Und auch sonst: Nicht jeder, der kritisiert ist neidisch und nicht jeder der nicht seinen Namen nennt ist unglaubwürdig. Da gebe ich Werki Recht. Googlen Sie mal „Forum“ und schauen Sie sich in einem X-beliebigen Forum über ein X-beliebiges Thema einmal die Benutzernamen an…

Zum Weiterlesen:
Wer ist eigentlich dieser Helmut Ament? (Teil 1)
Das Konzept aus Tim Ferriss „Die 4 Stunden Woche“
Finanzielle Freiheit durch Auswandern!