Ich freue mich, heute einen Gastbeitrag von Ösi-Investor posten zu dürfen. Ösi-Investor stellt Literatur zum Thema ‚reich werden‘ vor. Praktisch: Wer möchte, kann die Bücher direkt gebraucht bei ihm erwerben. An seiner Stelle würde ich mich von mindestens der Hälfte der Bücher auf gar keinen Fall trennen… aber ich bin ja auch kein Österreicher… 😉 Auf jeden Fall ist es ein sehr lesenswerter Artikel mit einem guten Überblick über ‚personal finance‘ Literatur. Jetzt aber los:

„Ich bin Österreicher, Ende Zwanzig, angestellter Akademiker und will wie so viele Menschen finanziell unabhängig werden (also meine Lebenskosten von aktuell 2000 EUR/Monat + Puffer für Kinder aus passiven Einkommensquellen generieren).

Ich bin 2007 ins Arbeitsleben eingetreten, habe mit genau 0,00 EUR am Sparkonto begonnen und mich innerhalb von 5 Jahren auf 140.000 EUR hochgearbeitet. Von Anfang an habe ich mir Monats- u. Jahresziele gesetzt, sowie jeden Euro an Einnahmen, Ausgaben und Investments mitproktolliert (meine Entwicklungskurve von 2009 bis heute inkl. der aktuellen Asset Allocation könnt ihr den untenstehnden Grafiken entnehmen. PS: über Hintergedanken der Verteilung und zB. des hohen Cash-Anteils blogge ich vielleicht ein anderes Mal).

Ich komme aus einer Familie, die nicht mit Geld umgehen kann. Zum Beispiel gibt mein Vater jeden Euro, den er mit einer geringen Wahrscheinlichkeit in Zukunft erhalten wird, bereits im Vorhinein aus (für Konsum versteht sich, nicht für Anlagen). So haben meine Eltern ein 200qm Haus, 2000qm Grund, drei Autos und einen Franken-Kredit mit Tilgungsträger, der a) in der Krise 2009 40% an Wert verloren hat und b) aufgrund des Franken-Kurses nocheinmal zusätzlich 30% eines Gaps zum Darlehen erzeugt. Mein Ziel war also klar: es besser zu machen wie Eltern, auf keinen Fall in die Schuldenfalle tappen und in Vermögen zu investieren, anstatt in Konsum.

Da ich von meiner Familie in finanzieller Hinsicht nichts lernen konnte (außer vielleicht, wie man es nicht machen sollte), fing ich bereits im Studium an, entsprechende Literatur zu lesen. Im Nachhinein muss ich sagen: diese Bücher waren eine meiner besten Investitionen! Ich lernte daraus nicht nur, die richtige Einstellung zu bekommen, sondern auch konkrete Ansätze, diese umzusetzen. Außerdem inspirierten mich vor allem amerikanische Erfolgsbeispiele und spornten mich an, noch besser zu werden, und noch mehr Geld beiseite zu schaffen.

Ich bin davon überzeugt, dass ich meinen heutigen Vermögensstand ohne diese einflussreiche Literatur nicht erreicht hätte. Aus diesem Grunde möchte ich die für mich wichtigsten Bücher auf dem Gebiet Erfolg, Geld, Investieren hier vorstellen. Da ich außerdem gerade mein Arbeitszimmer umkonzeptioniere und mehr Platz benötige, wollte ich die Bücher versteigern. Arkad hat mich aber auf eine großartige Idee gebracht, die Bücher den Lesern dieses Blogs anzubieten [Anmerkung der Readaktion: Hab ich das? Nun gut, Deinen Beitrag mag ich und viel Erfolg!]: Ich verkaufe somit jedes der unten angeführten Bücher um jeweils 4 EUR zzgl. Versandkosten – eine günstige Gelegenheit für euch, wertvolle Ratgeber und Inspirationen zu erstehen (und wie die großen Milliadäre wissen, soll man immer nach Gelegenheiten suchen, viel Wert für wenig Geld zu bekommen). Einfach als Kommentar Eure Wünsche platzieren oder den Webmaster anschreiben.

Hier die meiner Meinung nach wichtigsten Bücher, für jeden, der reich werden will:

1) Rich Dad, Poor Dad – eines der hochgradig motivierenden Bücher, das einem den Unterschied zwischen Anlage-Denken und Konsum-Denken verdeutlicht sowie dazu animiert, nach guten Geschäften Ausschau zu halten.

2) Die Regeln des Reichtums – extrem inspirierendes Buch, über Grundregeln, die man einhalten muss, um überhaupt die Gelegenheit zu bekommen, reich zu werden (mit normalen Jobs).

3) Der Weg zur finanziellen Freiheit: Die erste Million. Bodo Schäfer trifft den Nagel einfach auf den Kopf. Aus diesem Buch lernte ich die Wichtigkeit des Protokollierens & Planen von den persönlichen Finanzen. So habe ich konkret zB. monatliche Sparziele, die auch den Vorjahreszielen gegenübergestellt werden (siehe Grafik). Dies führte dazu, dass ich nur glücklich war, wenn ich die Plankurve übererfüllt – und das brachte mir fast jeden Monat zusätzliches Geld ein (man sieht zB in diesem Jahr habe ich nur im Mai das Soll nicht erfüllt, dafür in allen anderen Monaten deutlich übererfüllt).


4) Denke nach, und werde Reich – Der Klassiker. Sollte jeder angehende Reiche gelesen haben. Die Grundregeln sind immer noch die gleichen, aber es fehlt für meinen Geschmack die Praxisnähe.

5) Das Prinzip Gewinnen – ein Wahnsinnswerk, das mit viele Erfolgsstories punktet. Es zeigt Beispiele, wie ganz normale Lehrer und Sporttrainer es zu finanziellem Erfolg schaffen können (ohne zu einem Hebelproduktspekulanten zu werden).

6) Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner – Meine absolute Bibel. Viele praktische Tipps, wie man generell Erfolg haben kann und seine Finanzen in den Griff bekommt. Dieses Buch lese ich jedes Jahr mindestens einmal und ist deshalb auch nicht zu verkaufen. Wen es interessiert, der findet das Buch auf amazon.

7) Regel Nummer Eins – Phil Town beschreibt meiner Meinung nach etwas reisserisch, aber trotzdem gut erzählt, wie er es vom Toursitenguide zum Milliardär geschafft hat. Hauptaugenmerk des Buches liegt darauf, wie man (Börsen-)Unternehmen analysiert, bewertet und zu einem möglichst guten Zeitpunkt kauft (=Value Investing mit Fokus auf Unterbertung der Aktie). Sollte jeder Langzeitinvestor gelesen haben.

8) Wie ich einmal versuchte, reich zu werden – Mein Jahr unter Spekulanten. Geniales Buch aus Sicht der Journalistin Heike Faller, die sich ein Jahr Auszeit nahm, um durch Spekulationen reich zu werden. Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen, da es Deutschland-Bezug hat (und nicht wie die meisten US-Bezug), für mich damit näher greifbar ist und vor allem auch weil die Dame wirklich mit allem zu spekulieren beginnt (Edelmetalle, Hebelprodukte, etc) und ihre Ergebnisse mittels Bilanzen präsentiert. Sehr unterhaltsam.

9) Der reichste Mann von Babylon – Die Geheimniss der Antike, wie man damals reich werden konnte und warum/wie diese Basisregeln heute anzuwenden sind. Dieses Buch ist deshalb eine Pflichtlektüre, weil es im Gegensatz zu den klassichen Anlagetipps unbedingt 12% im Jahr an Zins herausholen zu müssen, den Ansatz fährt lieber zu geringem Zins und hoher Sicherheit anzulegen.

10) Das Lemmingprinzip: Warum auch clevere Leute im Umgang mit Geld schwere Fehler machen und wie man diese korrigiert. Ein sehr gutes Buch darüber, warum die meisten Leute zyklisch investieren und genau damit immer wieder ins offene Messer laufen.

11) Das Aktien-Einsteiger- Buch. Dieses Buch ist nur abolsoluten Anfängern zu empfehlen – es erklärt das Prinzip Börse und Aktien. Es war eines meiner ersten Bücher zum Thema investieren, noch bevor ich meine erste Aktiengekauft hatte (2007 – 5 Stück Google, 8 Monate später mit 30% Verlust verkauft).

12) Die Regeln der Arbeit – hat zwar nur indirekt mit Investement zu tun, zeigt einem aber, wie man mit Geschick die Karriereleiter emporsteigen kann, um in nächster Konsequenz natürlich auch mehr zu verdienen.

13) Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen. Ein Buch über das Investieren in ETFS statt in teure, verwaltungsintesive Fonds. Doch ETF ist nicht gleich ETF – das Buch zeigt, wie man die guten ETFs analysiert und daraus die besten auserwählt.

14) Der Crash kommt – Ein nettes Werk, das anhand der Fakten der 2009er-Krise den absoluten Crash prophezeit und Schutztipps auch jenseits der Gold-Anlage skizziert.

15) Der große Crash 1929 – Meiner Meinung nach eines der besten Bücher zur Erklärung der Ursachen und Folgen der Wirtschaftskrise in den 20er Jahren. Gerade jetzt, wo die Euro-Krise bald ihren Tag der Entscheidung erfahren wird, sollten wir gewappnet sein und aus den Lehren der Vergangenheit lernen…

16) Investment Punk – Warum ihr schuftet und wir reich werden. Ein Werk, das einem die Augen öffnet. In provokantem Ton wird erläutert, warum die Mittelschicht denkt wie sie denkt, und warum ihr Handeln zur ewigen Tretmühle führt. Der Autor erklär sehr konkret, wie man der Mühle entkommen kann, und mit welchen Investments/Aktionen man sich von der Mittelschicht weg-entwickeln kann.

17) Optionen und Futures verstehen – ein sehr gutes Werk, das einem einerseits aus finanzmathematischer Sicht, andererseits aus Investoren-Sicht Hebelprodukte, Optionsscheine, etc erklärten. Dieses Buch hat mich dazu inspiriert, im Jahr 2008 einen zehnfach gehebelten Optionsschein auf Rohöl zu kaufen (ca. 300 EUR investiert, und innerhalb von 6 Wochen hatte ich 900 EUR). Bitte nicht nachmachen 😉

18) Die 4-Stunden Woche: ein sehr inspirierendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Hierbei handelt es sich weniger um ein Investment-Buch, als vielmehr um einen Ratgeber, wie man zum Unternehmer wird und sich eine Firma aufbaut, bei der man möglichst wenig selbst machen muss. Für viele von uns (incl. mir selbst) sicherlich sehr schwer umzusetzen, aber einige Tipps/Gedanken kann man sich abschauen.

19) Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht. Kein Buch über direktes Investment, dient aber zum Verständnis darüber, warum manche Kulturen (zB USA, gefolgt von Europa) leichter erfolgreich werden können, als andere.

20) Getting Things done – wie man den inneren Schweinehund besiegt und die Dinge erledigt, die erledigt werden müssen, um erfolgreich zu sein.

Dies ist nur ein Auszug der Bücher, die ich in den letzten fünf Jahren gelesen habe. Auch wenn sich nicht jedes Prinzip 1:1 umsetzen lässt, oder sich Dinge wiederholen (zB die typische Regel „Nimm mehr ein, als zu ausgibst“), bin ich doch der Meinung, dass man von denen lernen sollte, die es bereits geschafft haben. Dies passt auch gut zu einem anderen Artikel von Arkad, der darüber philosophiert, ob man einen Anlageberater benötigt oder nicht: vergesst Berater, lest euch ein und nehmt eure Finanzen selbst in die Hand!

Los geht’s!

Euer
Ösi-Investor“