Es muss ja nicht direkt die Million sein, aber das mit dem Vermögensaufbau ‘an sich’ ist eigentlich eine ganz einfache Sache.

Man muss einfach nur mehr einnehmen, als man ausgibt.

Es gelten die gleichen Mechanismen wie bei Zunahme oder Abnahme von Körpergewicht. Wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als man verbrennt nimmt man zu, und umgekehrt. Wenn man sich dies stets vor Augen führt, hat man schon eine Ganze Menge verstanden. Der Unterschied zwischen dem Vermögen und dem Körpergewicht ist in diesem Zusammenhang lediglich, dass es beim Vermögen niemanden stört, wenn es ein paar Kilo zuviel sind ;-)

Prinzip verstanden? Na klar! Und wir alle haben schon einmal versucht, etwas auf die Seite zu legen. Doch irgendwie ist bei den meisten von uns dann doch nichts aus dem Vermögensaufbau geworden.

Wir haben das Gefühl gehabt, dass wir einfach nicht genug Einnahmen erzielen, um von unseren limitierten Geldmitteln auch noch etwas zurücklegen zu können oder hatten das Gefühl, wir würden zuviel Lebensqualität verlieren, wenn wir anfangen uns finanziell unnötig(?) einzuschränken. Allenfalls hatten wir in der Vergangenheit beschlossen, dass dann, wenn am Ende des Monats tatsächlich noch etwas Geld übrig sein sollte, wir dieses dann vielleicht auf ein Sparkonto buchen. Aber irgendwie hatten wir am Ende des Monats nicht mehr genug Geld übrig, um auch noch Rücklagen bilden zu können. Wir habe stets den umgekehrten Fall erlebt: Am Ende des Geldes einfach noch zuviel Monat übrig und eben leider nicht anders herum.

Zumindest bei mir persönlich war dies immer so und es war auch unerheblich, wie viel Geld ich tatsächlich zur Verfügung hatte. Als ich als kleines Kind irgendwann einmal 10 DM Taschengeld bekam dachte ich Gott-weiss-wie viel Geld das ist. Nach kurzer Zeit hatte ich mich dann aber an diese Geldsumme gewöhnt und meine Ausgaben an das zur Verfügung stehende Kapital angepasst. in der Regel war ich ca. am 25. eines Monats pleite! Als ich später mehr Taschengeld bekam hat sich daran nicht geändert. Nach kurzer hatte ich z.B. an 25 Mark Taschengeld gewöhnt, meine Ausgaben an diese Summe angepasst und war wieder um den 25. eines Monates pleite und dies, obwohl mir 2,5 mal soviel Kapital zur Verfügung stand wie vorher. Dies zog sich mehr oder weniger durch mein Leben. Als ich meinen Zivildienst absolvierte dachte ich dass ich nunmehr wirklich viel Sold kriegen würde (zuvor nur Taschengeld). Nach kurzer Zeit,…..um den 25. herum…. ihr wisst schon…. Oder meine ersten richtigen Gehälter nach dem Studium… da dachte ich, dass ich jetzt richtig reich würde…. aber nach kurzer Zeit….. um den 25……, usw.

Es ist somit nicht besonders effektiv, darauf zu warten oder zu vertrauen, dass regelmäßig am Ende eines Monats automatisch noch genügend Geld vorhanden ist, um dieses ‘übrig gebliebene’ Geld anzulegen und zum Vermögensaufbau zu nutzen.

Die Konsequenz hieraus? Wir müssen den Mechanismus ändern. Anstatt darauf zu warten, dass am Monatsende Geld übrig ist, sollte man gleich zu Anfang eines Monats, zu einem Zeitpunkt an dem das Geld bei einem eingeht direkt einen fest Betrag zur Seite legen. Diesen Betrag sollte man von seinen übrigen Geldern absondern. Am besten direkt automatisch per Dauerauftrag auf ein separates Konto buchen. Ich empfehle zunächst einen Tagesgeldkontenvergleich zu machen, dann ein Tagesgeldkonto zu eröffnen und einen Dauerauftrag einzurichten und mindestens 12,5 % der zur Verfügung stehenden Gelder auf dieses separate Vermögens-Tagesgeld-Konto zu buchen und hiermit langfristig ein Vermögen aufzubauen.

Das übrige Geld verbleibt auf dem ‘normalen’ Konto und hiervon werden die üblichen Ausgaben bestritten. Ihr werdet sehen, Ihr werdet auch mit der verbleibenden Summe ohne nennenswerte Einschränkungen im Alltag klarkommen und euer Leben auf die für Alltagsausgaben zur Verfügung stehende Summe einrichten. Ihr werden -wie üblich- gegen um den 25. eines Monats Pleite sein…. Schaffte euch aber zeitgleich auf eurem Anlagekonto eine Rücklage, welche euch auch einige Sicherheit in eurem Leben gewähren wird.

Mehr hierzu und zu dem Umgang mit bestehenden (Alt-)Schulden im dritten Teil….

Hier(!) findet Ihr weitere Informationen zum Thema Vermögensaufbau.

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