Das mit dem Vermögensaufbau ist ‚an sich‘ eigentlich eine ganz einfache Sache.

Man muss einfach nur mehr einnehmen, als man ausgibt.

Es gelten die gleichen Mechanismen wie bei Zunahme oder Abnahme von Körpergewicht. Wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als man verbrennt nimmt man zu, und umgekehrt. Wenn man sich dies vor Augen führt, hat man schon eine ganze Menge verstanden. Klar, der Unterschied zwischen dem Vermögen und dem Körpergewicht ist, dass es beim Vermögen niemanden stört, wenn es ein paar Kilo zuviel sind 😉

Prinzip verstanden? Na klar! Schon mal versucht? Hat es geklappt? …Ich meine jetzt den Vermögensaufbau und nicht das abnehmen….

Hmmm, wir alle haben schon einmal versucht, etwas auf die Seite zu legen. Doch irgendwie ist bei den meisten von uns dann doch nichts aus dem Vermögensaufbau geworden.

Wir haben das Gefühl gehabt, dass wir einfach nicht genug Einnahmen erzielen, um von unseren limitierten Geldmitteln auch noch etwas zurücklegen zu können oder hatten das Gefühl, wir würden zuviel Lebensqualität verlieren, wenn wir anfangen uns finanziell unnötig(?) einzuschränken.

Allenfalls hatten wir in der Vergangenheit beschlossen, dass dann, wenn am Ende des Monats dann doch tatsächlich irgendwie noch etwas Geld übrig sein sollte, wir dieses dann vielleicht, also wenn wir wirklich gerade einmal nicht anderes brauchen, irgendwie auf ein Sparkonto oder so etwas buchen. Aber irgendwie hatten wir dann stets am Ende des Monats doch nicht mehr genug Geld übrig, um auch noch Rücklagen bilden zu können.

Wir haben immer nur den umgekehrten Fall erlebt: Am Ende des Geldes einfach noch zuviel Monat übrig und eben leider nicht anders herum.

Zumindest bei mir war dies früher immer so und es war auch unerheblich, wie viel Geld ich in den jeweiligen Phasen meines Lebens ur Verfügung hatte.

Als ich als kleines Kind irgendwann einmal 10 DM Taschengeld bekam dachte ich Gott-weiss-wie viel Geld das ist. Nach kurzer Zeit hatte ich mich dann aber an diese Geldsumme gewöhnt und meine Ausgaben an das zur Verfügung stehende Kapital angepasst. In der Regel war ich ca. am 25. eines Monats pleite!

Als ich später mehr Taschengeld bekam hat sich hieran nichts geändert. Als ich 25 DM Taschengeld bekam hatte ich mich nach kurzer Eingewöhnung an diesen höheren Geldberag genauso gewöhnt und meine Ausgaben und meinen Lebensstandart an diese höhere Summe angepasst und war wieder um den 25. eines Monates pleite und dies, obwohl mir 2,5 mal soviel Kapital zur Verfügung stand wie vorher.

Dies zog sich mehr oder weniger durch mein Leben. Als ich meinen Zivildienst absolvierte dachte ich dass ich nunmehr wirklich viel Sold kriegen würde (zuvor nur Taschengeld). Nach kurzer Zeit war aber das Anpassungsvorgang abgeschlossen und um den 25. eines Monats herum,…. ihr wisst schon…. oder meine ersten richtigen Gehälter nach dem Studium… da dachte ich, dass ich jetzt richtig reich würde…. aber nach einer kurzer Zeit der Eingewöhnung,….. um den 25. herum….., usw.

Mein Fazit?: Es ist nicht besonders effektiv, darauf zu warten und zu vertrauen, dass ein höheres Gehalt alles richten wird und daauf zu warten oder zu vertrauen, dass am Ende eines Monats irgendwie noch genügend Geld vorhanden ist, um dieses ‚übrig gebliebene‘ Geld anzulegen und zum Vermögensaufbau zu nutzen und in dieser Hinsicht dann endlich durchzustarten…

 

Die Konsequenz? Wir müssen den Mechanismus ändern. Anstatt darauf zu warten, dass am Monatsende Geld übrig ist, sollte man gleich zu Anfang eines Monats, zu einem Zeitpunkt an dem das Geld bei einem eingeht direkt einen festen Betrag zur Seite legen. Diesen Betrag sollte man von seinen übrigen Geldern absondern. Am besten sollte das Geld direkt automatisch per Dauerauftrag auf ein separates Konto gebucht werden und nicht mehr für die alltägichen Ausgaben zur Verfügung stehen. Man spart dann automatisch und wird es noch nicht einmal merken, weil sich der Lebenstandart an dem Geldbetrag orientieren wird, welcher für Ausgaben zur Verfügung steht und nicht zuvor auf das separate Spar- oder Tagesgeldkonto abgebucht wurde. Der Betrag auf diesem Sparkonto ist tabu. Er wird den Grundstock für unser Ziel, die finanzielle Unabhängikeit bieten.

Ich empfehle zunächst einen Tagesgeldkontenvergleich zu machen, dann ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, einen Dauerauftrag einzurichten und mindestens 12,5 % der zur Verfügung stehenden Gelder auf dieses separate Vermögens-Tagesgeld-Konto zu buchen. Das ist der erste Schritt um langfristig ein Vermögen aufzubauen.

Das übrige Geld verbleibt auf dem ’normalen‘ Konto und hiervon werden die üblichen Ausgaben bestritten. Ihr werdet sehen, ihr werdet auch mit der verbleibenden Summe ohne nennenswerte Einschränkungen im Alltag klarkommen und euer Leben auf die für Alltagsausgaben zur Verfügung stehende Summe einrichten.

Ihr werden -wie üblich- m den 25. eines Monats Pleite sein…. Aber: Ihr schafft euch zeitgleich auf eurem Sparkonto eine Rücklage und fangt an Vermögen aufzubauen. Das wird euch Sicherheit in eurem Leben gewähren…

Sratet durch! Jetzt!! Es gibt keinen Grund zu warten!!!

Mehr hierzu und zu dem Umgang mit bestehenden (Alt-)Schulden im dritten Teil….

Zum Weiterlesen:
Das 1×1 des Vermögensaufbaus – Teil 1: Der Einstieg
Das 1×1 des Vermögensaufbaus – Teil 3: Der Zinseszins
Das 1×1 des Vermögensaufbaus – Teil 4: Tipps für den Weg in die finanzielle Freiheit
Das 1×1 des Vermögensaufbaus – Teil 5: Gedanken zur Sparquote
Das 1×1 des Vermögensaufbaus – Teil 6: Reich werden trotz Schulden?