Thorben Wengert / pixelio.de

Klar, ihr kennt das…. Alles schontausend Mal erlebt… ihr wolltet nur mal eben einen Liter Milch und ein Pfund Butter kaufen und dann kommt ihr wieder mit einer prallgefüllten Einkaufstüte zurück und habt wieder viele Sachen gekauft, von denen man vorher noch nicht einmal wusstet, dass es so etwas gibt. Ihr habt wieder Unmengen an unnötigen Sachen gekauft und hierfür Unsummen von Geld ausgegeben. Aber warum passiert euch das immer wieder? Warum ist das so?

Nun,  moderne Supermärkte arbeiten mit allen verfügbaren Tricks, um uns zum Kauf zu verleiten. Das ist Verführung auf allerhöchstem  Niveau. Es handelt sich nahezu um einen psychologischen Krieg´. Ein Krieg der Supermärkte gegen uns.

Nachdem ich in einem anderen Startipp bereits auf die Packungsgrößen im Supermarkt eingegangen bin, beschriebe ich hier weitere Tricks der Supermärkte. Frei nach dem Motto, lerne Deinen Feind kennen, dann kannst Du ihm besser begegnen!

Der Einkaufswagen

Bereits beim Einkaufswagen wird nichts dem Zufall überlassen. Einkaufswagen sind nämlich vom Fassungsvermögen wesentlich größer als der normale Durchschnittseinkauf. Deshalb sieht der Wagen nicht richtig voll aus man einem wird nicht so wirklich bewusst, wie viel man eigentlich schon in den Wagen gelegt hat.

Zudem ist der Boden des Einkaufswagens abgeschrägt und zwar so, dass die Ware zum Kunden hin rutscht und damit aus dem direkten Sichtfeld verschwindet. Auch dies wurde so eingerichtet, damit dem Kunden nicht direkt vor Augen geführt wird, wie viel eigentlich schon in den Wagen verfrachtet wurde.

Der Wühltisch

Ein gezieltes Durcheinander auf Wühltischen suggeriert starkes Interesse und Wettbewerb unter den Kunden um diese Ware. Dies soll dem Kunden unter Druck setzen schnell zuzugreifen, bevor es ein andere tut. Die Ware erscheint dadurch begehrenswerter und kostbarer. Auch wenn es sich eigentlich um Ramsch handelt. Zudem: Was man einmal in die Hand nimmt wandert viel eher in den Einkaufskorb. Das finden die Supermärkte natürlich toll.

Palletten welche irgendwo scheinbar völlig planlos aufgebaut sind suggerieren Sonderangebote, auch wenn die Sachen zum normalen Preis angeboten werden oder sogar teurer sind.

Die Laufwege

Die Laufwege sind in den Supermärkten so gestaltet, dass man an möglichst vielen und möglichst teuren Produkten vorbei kommt. Dabei sind die Gänge extra etwas schmaler und lassen uns dadurch langsamer gehen, damit wir die Waren länger vor Augen haben.

Die Platzierung der Waren

Supermärkte platzieren billige Artikel meistens unten im Regal, außerhalb des direkten Blickfelds oder in Hüfthöhe, teurere Ware befindet sich in Augenhöhe und ist damit im direkten Blickfeld und wird deshalb eher gekauft.

 Süßwaren und Spielzeug im Kassenbereich nennt man in Fachkreisen allen ernstes bereits „Quängelware“! Das sagt wohl schon alles.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein, aber wenn man sich diese Punkte bewusst macht, ist man für den Krieg in den Supermärkten sicher schon gut gewappnet.

Schreibt euch am besten einen Einkaufszettel und schaltet im Supermarkt auf Autopilot…


Zum Weiterlesen:
Spartipp Nr.01: Wartet etwas mit Anschaffungen
Spartipp Nr.02: Lust auf eine kleine Tour?
Spartipp Nr.03: Is big beautiful?
Spartipp Nr.04: Schon mal richtig abgehoben?
Spartipp Nr.05: Kleinvieh macht auch Mist!
Spartipp Nr.06: Going green!
Spartipp Nr.07: Dunkler Rauch am Horizont…
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